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 Ortsgeschichte von Kottmarsdorf
  
Das Dorf Cunradisdorf bei Löbau wurde 1221 erstmals urkundlich erwähnt. Ab der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts wurde zwischen Neu-, Nieder- und Ober-Kunerßdorf unterschieden.
Aus der Geschichte von Obercunnersdorf:
24.06.1221erste urkundliche Erwähnung des Dorfes im Zusammenhang mit der Wiederweihe des Domstiftes St. Petri im Bautzen
1360 - 1374
ist der Görlitzer Patrizier Johann Heller Besitzer des Ortes
1399
kauft das Domstift Besitzanteile von Obercunnersdorf
25.05.1506
Obercunnersdorf bekommt den ersten katholischen Pfarrer
1527
wird Obercunnersdorf protestantisch
1568
gibt es im Dorf 27 Bauern und 5 Häuser
1650
soll Obercunnersdorf 400 Einwohner haben
1690 - 1691
wird die Kirche vergrößert, Indiz auch dafür, dass viele Glaubensflüchtlinge aus Böhmen sich in der Oberlausitz ansiedeln
22.02.1706
Im Winterquartier der Schweden, unserem Kretscham, kommt es zu einem verheerenden Brand. Dabei verbrennen auch sämtliche Gerichtsbücher
1748 - 1749
die Kirche erhält ihr heutiges Aussehen
1798
gibt es bereits 324 Weber in Ober- und Niedercunnersdorf
1812 / 13
gibt es im Dorf immer wieder Einquartierungen von Truppen infolge der Napoleonischen Kriege
1848
Bau des Eisenbahnviaduktes
1850
wird die erste Postexpedition im heutigen Wohnhaus Hauptstraße 45 eröffnet
1860
wird die Freiwillige Feuerwehr Obercunnersdorf, hervorgegangen aus der freiwilligen Retterschar des Turnvereines, gegründet
1873
wird die Weberei Wicke mit mechanischen Webstühlen gebaut, die Fabrik war später unter dem Namen DAMINO, Werk Obercunnersdorf, bis 1990 in Betrieb
1883
wurde die Bezirkssiechenanstalt errichtet (später Kreispflegeheim und heute ASB-Pflegeheim Obercunnersdorf)
1890
wird die neue Schule, das heutige Gemeindeamt, erbaut
1926 erfolgt der Bau der späteren Zentralschule, 2002 wird sie geschlossen
12.06.1927
das neue Schwimmbad wird an der Kottmarsdorfer Straße eingeweiht
1946
Gründung des Volkschores Obercunnersdorf, als Singekreis
1958-1960 Renovierung des Innenraumes der Obercunnersdorfer Kirche, Wiederherstellung der biblischen Bildmotive
20./21.08.1968
fahren sowjetische Truppen mit schwerer Panzertechnik durch den Ort, um in der damaligen ČSSR einzumarschieren und dem "Prager Frühling" niederzuschlagen
1972
Verstaatlichung und damit Zwangsenteignung der Obercunnersdorfer
Betriebe
20.05.1976
Eröffnung des Ländlichen Einkaufszentrums, heute Kaufhalle GENER
15.05.1984
besuchen Teilnehmer der VII. Generalversammlung des ICOMOS, einer Organisation der UNESCO den Ort wegen seiner Umgebindehäuser
1988
Beginn des Baues der zentralen Trinkwasserleitung, das nach der Wende fortgesetzt wird. Bis dahin nutzten die Bürger ihre Hausbrunnen bzw. nutzten die zentralen Holzpumpen.
1990/91
Schließung sämtlicher Industriebetriebe sowie Auflösung der LPG
1993-1997
Abriss des alten Schwimmbades und Bau des neuen Freizeit- und Erlebnisbades
27.10.1994
Einweihung des Hauses des Gastes durch den Regierungspräsidenten Dr. Helmut Weidelener
1995
Besuch der Bundesbewertungskommission im Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" unter Leitung von Gräfin Sonja Bernadotte
1998
fährt der letzte offizielle Personenzug durch Obercunnersdorf, die Strecke wird stillgelegt
1999
im Zuge der Gemeindegebietsreform schließen sich Obercunnersdorf und Kottmarsdorf zu einer Gemeinde zusammen
2001
erhält Obercunnersdorf eine Goldplakette im Europäischen Blumenwettbewerb ENTENTE Florale
  

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